Wohnen -Mit einem Glas zum Wasserhahn zu gehen, um einen Schluck zu trinken, gehört für viele zum Alltag. Das überhaupt tun zu können, ist ein Privileg, schließlich leben wir in einer der wenigen Weltregionen, in denen Wasser aus der Leitung nicht nur trinkbar ist, sondern sogar Lebensmittelnormen entspricht. Genau genommen ist Trinkwasser in Deutschland sogar eines der am besten kontrollierten Lebensmittel, wie das Umweltbundesamt mitteilt. Die Grundlage dafür ist die Trinkwasserverordnung. Sie regelt, wie mit Wasser umzugehen ist. Mitte 2023 wurde sie neu aufgelegt. Die damalige Novelle setzte europäische Vorgaben für den Trinkwasserschutz in nationales Recht um, zum Teil in mehreren Schritten. Mitte Januar ist nun einer der weiteren Schritte in Kraft getreten. Er betrifft die chemische Überwachung von Trinkwasser: Erstmals gelten in Deutschland Grenzwerte für so genannte „Ewigkeitschemikalien“, also Stoffe, die sich nur schwer oder gar nicht abbauen und sich sowohl in der Natur als auch in Menschen und Tieren anreichern. Da die Folge davon gesundheitliche Schäden sein können, gibt die Trinkwasserverordnung nun Höchstwerte vor. Die werden wiederum in zwei Schritten eingeführt: Die erste Stufe gilt sofort, ab 2028 zieht die Regelung noch einmal an und gibt Grenzwerte auch für die Verbindungen der einzelnen Stoffe vor. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Stoffe aus der PFAS-Gruppe. Das sind Industriechemikalien, die bis ins Trinkwasser vordringen können. Sie werden unter anderem für die Herstellung von Kochgeschirr, Textilien oder kosmetischen Produkten genutzt.




