„Zähl mit uns!“, lautet das Motto der „Stunde der Wintervögel“, einer gemeinsamen Aktion des „Naturschutzbund Deutschland e.V.“ (NABU) und seines bayerischen Partners, dem „Landesbund für Vogelschutz“ (LBV). Die großangelegte „Citizen Science“-Aktion soll langfristig Veränderungen in der Vogelwelt sichtbar machen und stützt sich auf die Hilfe von allen, die Lust auf eine unterhaltsame wie lehrreiche Stunde am Wochenende haben.
Vom 9. bis 11. Januar 2026 läuft die Mitmachaktion, die bei unseren Lesern und Kunden erfahrungsgemäß ein fester Termin im noch jungen Kalenderjahr ist. Jeder kann mitmachen, ein eigener Garten oder Balkon ist ebensowenig notwendig wie eine Futterstelle. Eltern mit Kindern, Großeltern mit Enkeln oder kleine Naturfreunde können sich mit einem Zählbrett an jedem beliebigen Ort begeben, wo Vögel ins Sichtfeld flattern. Natürlich kann das ein Vogelhaus im Garten oder eine Futtersäule vor der Balkontür sein – aber eben auch die Bank im Park oder der Baumstamm auf der Waldlichtung. Dort soll die jeweils höchste Anzahl einer Vogelart notiert werden, die sich während einer beliebig auszuwählenden Stunde am Zählwochenende blicken lässt.
Die vergangenen Jahre brachten zwar rege Teilnahmezahlen, aber ungute Ergebnisse: Von gelegentlichen Ausreißern nach oben abgesehen, weist das Diagramm stetig sinkende Zahlen nach. Ob sich der Trend in diesem Jahr fortsetzt oder eine Umkehr in Sicht ist, werden die Naturschützer in ein paar Wochen nach Ende der Aktion bekanntgeben. Die Zeit bis zur Vogelzählung und die bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse können sich Vogel-Interessierte mit einem Artikel vertreiben, den der NABU auf seiner Internetseite veröffentlicht hat: „Von der Amsel bis zum Zaunkönig“ vereint 35 aufschlussreiche Steckbriefe von Vögeln, die sich im Winter in den Gärten aufhalten.



