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Stunde der Gartenvögel: Wer flattert, zilpt und zalpt?

Stunde der Gartenvögel: Wer flattert, zilpt und zalpt?

13. Mai 2026
Jedes zweite Maiwochenende laden der NABU und der LBV zu einer bürgerwissenschaftlichen Mitmachaktion. Am Wochenende werden wieder Vögel gezählt.

Garten – Jedes zweite Maiwochenende laden der NABU und der LBV zu einer bürgerwissenschaftlichen Mitmachaktion. Am Wochenende werden wieder Vögel gezählt.

Eine Stunde lang im Garten, auf dem Balkon oder im Park ins Grüne schauen und zählen, was einem wie oft ins Blickfeld flattert? Es gibt deutlich stressigere Wochenendpläne. Umso schöner, wenn der erholsame Naturgenuss auch noch einem Zweck dient: Am kommenden Wochenende, 8. bis 10. Mai 2026, rufen der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), zur jährlichen „Stunde der Gartenvögel“.

Mit dieser „Citizen Science“-Aktion wollen die Vogelschützer herausfinden, wie es um die bundesweite Gartenvogel-Population steht. Dafür bitten sie Haus-, Garten- oder Balkonbesitzer, Schrebergärtner oder Parkflaneure darum, eine Stunde lang die jeweils höchste Anzahl einer Vogelart an einem bestimmten Platz zu notieren und an den NABU oder den LBV zu melden. Aus allen Einsendungen ermitteln die Experten ein umfassendes Bild, wie es um die Bestände vor Ort, in der Region und ganz Deutschland bestellt ist. 

Besondere Aufmerksamkeit liegt in diesem Jahr auf Finken. „Uns wurden in den vergangenen Monaten regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet“, so NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler. „Da diese meist an Futterstellen gefunden wurden, könnte es sein, dass sich wieder Trichomonaden ausbreiten, die besonders für Finken tödlich sein können.“ Die Ornithologen interessieren sich daher besonders, ob weniger Finken gemeldet werden.

Teilnehmer profitieren auf mehrerlei Arten: Erstens und wichtigstens, sie beschäftigen sich eine Stunde lang mit der Natur vor der eigenen Haustür. Zweitens lernen nicht nur Kinder neue Vogelarten kennen und ganz nebenbei über Artenvielfalt. Drittens gibt es Preise zu gewinnen. Und viertens können „Wiederholungstäter“ seit diesem Jahr auf einem Portal die eigenen Meldungen der Vorjahre bis 2021 zurück einsehen und direkt selbst die aktuelle Situation vergleichen – naturliebende Hobby-Statistiker wird’s freuen.

Mitmachen: Zwischen Freitag, 8. Mai, und Sonntag, 10. Mai, vollkommen frei eine Stunde auswählen und sich auf die Lauer legen. Sechzig Minuten lang die höchste Anzahl einer Art notieren und diese Zahl melden. Entweder online, via www.stunde-der-gartenvögel.de, per Fax (09174/4775-7075) oder per kostenloser NABU-App.

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