Garten – Nach der „Stunde der Gartenvögel“ lädt der Landesverband für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) jetzt zur nächsten bürgerwissenschaftlichen Aktion.
Igel haben es schwer. Laut LBV stehen die kleinen stacheligen Gesellen nicht nur in Bayern, sondern gleich weltweit als „potenziell gefährdet“ auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Um herauszufinden, wie es um die bayerische Igel-Population steht, lädt der Vogel- und Naturschutzbund zum großen Igelzählen. Aktionszeitraum ist vom 15. bis 25. Mai 2026.
Für die Igelzählung hat sich der bayerische LBV mit der Deutschen Wildtierstiftung, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und weiteren Partnern zusammengetan. Nachdem die „Stunde der Gartenvögel“ bei unseren Lesern, vor allem bei Familien, so gut ankommt, freuen wir uns, auch auf diese Aktion hinweisen zu können. Gezählt wird naturgemäß nach einem anderen Modus, schließlich lassen sich Igel deutlich schwieriger entdecken als Amsel, Drossel, Fink und Star.
Die stacheligen Kleinsäuger wollen eigentlich so gut es geht unsichtbar bleiben. Im Mai aber bekommen sie vor allem Besitzer von naturnahen Gärten öfter zu sehen: Igel sind derzeit auf Partnersuche. Während der Paarungszeit haben Naturfreunde also vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung eine gute Chance, die lichtscheuen Gesellen zu Gesicht zu bekommen.
Das Ziel der Aktion ist, einen langfristigen Überblick über Verbreitung und Vorkommen von Igeln in Bayern zu erhalten. Gemeldet wird jede Sichtung, ob einzeln oder in einer Sammelmeldung, egal. Notiert werden muss das Datum, die ungefähre Uhrzeit und der Ort. Wer weiß, dass ein Igel in seinem Garten wohnt, meldet ihn nur ein Mal.
Mitmachen per Meldeformular: www.igel-in-bayern.de




