Garten
Eichhörnchen
Einen Nussbusch oder alten Baumbestand vorausgesetzt, werden in diesen Wochen sehr wahrscheinlich Eichhörnchen sichtbar werden. Bevorzugt in der Ruhe der frühen Morgenstunden wetzen sie von Busch zu Baum und verstecken essbare Fundstücke in Baumhöhlen, ausgedienten Vogelnestern oder vergraben sie überall, wo es ihnen einfällt. Nicht nur aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Heckenschere bis Ende Oktober im Schuppen zu lassen: Die kleinen pelzigen Gesellen mögen schnell sein, brauchen aber auch blickdichtes Strauchwerk, um sich so unauffällig wie möglich zu bewegen. Katzen werden ihnen zwar nur selten wirklich gefährlich, in der hektischen Zeit der Wintervorbereitung aber können sie die fleißigen, aber abgelenkten Nager schwer verletzen. Nester sollte man auch in den Sträuchern oder Bäumen hängen lassen: Entweder dienen sie als Nuss- oder Buchecker-Speisekammer oder werden noch bewohnt. Wie der „Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern“ (LBV) mitteilt, brüten manche Singvögel auch im September noch. So freuen sich besonders Amsel, Rotkehlchen oder Zaunkönig über „unordentliche“ Hecken.
Igel
Ungemähte Wiesen sehen wiederum bei Igeln hoch im Kurs. Die Kleinsäuger sind schon dabei, sich einen Winterspeck anzufressen. Besonders begehrt ist eiweißreiche und fette, tierische Nahrung wie Schnecken, Larven, Insekten, Käfer oder Regenwürmer. Gegen den Durst hilft ihnen eine regelmäßig gereinigte und frisch befüllte Vogeltränke, die bodennah aufgestellt ist. Wer kann und mag, kann Igeln auch einen sicheren Unterschlupf bieten: Igelhäuser gibt es bei Tierschutzverbänden, in Baumärkten oder im Futtermittel-Fachhandel. Mit ein wenig Geschick können handwerklich Versierte sie auch selber bauen. Wichtig: Igelhäuser brauchen einen isolierten Boden und eine wettersichere Kuppel. An sich reicht aber auch ein geräumiger Laub- oder Reisighaufen, der bis ins späte Frühjahr unter einem Strauch liegen bleiben darf. Wer der ganzen Gattung etwas Gutes tun will, geht auf die Lauer: Aktuell läuft die September-Auflage der Igelzählung „Igel in Bayern“.
Spechte
Während die letzten Äpfel von den Bäumen fallen und eine willkommene Nahrungsquelle für alle möglichen Gartenbewohner darstellen, kann es sein, dass es weiter oben hörbar hämmert. Spechte treiben sich dieser Tage bevorzugt an den Stämmen alter Bäume herum; auch Obst- und Birnbäume haben es ihnen angetan, falls sie Asthöhlen haben. Dort legen sie Nüsse, Eicheln oder Zapfen für eine kalte Zeit, in der jeder Flügelschlag Kraft und Energie kostet, aber keine Nahrung mehr zu finden ist. Diese Tage liegen aber noch in weiter Ferne: Aktuell ist der Tisch reich gedeckt. Käfer, Mücken, Larven oder Maden suchen unter der Rinde von Bäumen Schutz vor der herbstlichen Kühle und verkriechen sich in Spalten. Mit ihren starken Schnäbeln stellen Spechte ihnen nach – deutlich hörbar für Gartenbesitzer.




