Gartenmöbel: Grundsätzliches vor dem Kauf klären

Garten– Während die Welt von Covid-19 in Atem gehalten wird, haben viele ein Problem damit, in den Urlaub zu fahren. Unbeschwerte Tage im Angesicht einer Ansteckungsgefahr sind praktisch unmöglich, Reisen in ferne Länder je nach Gefahrenlage mit einer anschließenden Quarantäne verbunden. 

Wie gut haben es Haus- oder Wohnungsbesitzer, die eine Terrasse oder einen Balkon zur Verfügung haben! Bereits während des Lockdowns in den warmen Frühlingstagen war eine neue Liebe der Deutschen zu ihren Freisitzen spürbar – allerorten wurde gewerkelt, verschönert und neu eingerichtet. Um die Terrasse oder der Balkon auch während der Sommerferien urlaubstauglich zu machen, gehen viele Balkonien-Urlauber auf die Suche nach neuen Gartenmöbeln. Damit der Einkauf kein Reinfall wird, hier drei Tipps: 

Platz 

Als erstes gilt es, den zur Verfügung stehenden Platz genau auszumessen. Gerade in großen Möbelhäusern oder Händlern mit Freiluft-Angebotsflächen wirken Stühle, Tische oder Liegen oft kleiner als sie sind. Eine Vorplanung ist also hilfreich, damit außer den Möbeln auch noch Menschen auf Terrasse und Balkon Platz haben. Folgende Faustregeln sollte man berücksichtigen: Damit zwei Menschen bequem an einem Tisch essen können, muss er mindestens einen Meter tief sein. Zu einem Tisch gehören Stühle, und die brauchen verhältnismäßig viel Platz. Als Faustregel gilt: Ein Stuhl braucht zusätzlich zu seiner Stellfläche von etwa 50 auf 65 Zentimeter noch eine Bewegungsfläche dahinter von gut 20 bis 30 Zentimeter. 

Material

Leider zählt auch beziehungsweise gerade bei Gartenmöbel der Grundsatz: Wer billig kauft, zahlt meist doppelt. Wenn Gartenmöbel idealerweise das ganze Jahr über draußen stehen können, müssen sie aus hochwertigen Materialien gefertigt sein. Sie sollten immer wasserfest, UV-beständig, farbecht, stoßfest und stabil gebaut sein. Zudem sollten sich Möbel auch gut in die Umgebung fügen, in der sie verwendet werden. Ein rustikaler Eichenholztisch auf einer Glas- und Stahl-Dachterrasse wirkt ebenso deplatziert wie ein verchromter Kunststofftisch auf einer naturnahen Sandstein-Terrasse.

Jahreszeiten

Grundlegend zu klären ist auch die Frage: Müssen die Möbel das ganze Jahr über draußen bleiben oder gibt es genug Stauraum, in dem sie überwintern können? Es ist meist eine Frage der Pflege, der Qualität und des Materials, ob sie den Winter im Freien schadlos überdauern können. Metall-Möbel können etwa problemlos ganzjährig auf der Terrasse bleiben; es gibt auch Holzsorten, denen die Kälte wenig ausmacht. Wer auf Gartenmöbel aus Bambus Wert legt, muss wissen, dass sie sogar bei Regen abgedeckt oder unters Dach geräumt werden müssen. Garnituren aus Holz, Rattan oder Kunststoff sind im Winter an einem kühlen, trockenen Ort am besten aufgehoben. 

Es empfiehlt sich in jedem Fall, ein Fachgeschäft aufzusuchen und sowohl Einsatzzweck als auch Einsatzort der Möbel so genau wie möglich zu beschreiben. Ein fachkundiger Berater kann dann umso besser ein passendes Produkt empfehlen.      

(Quelle: Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V., dem-moebel.de)

 

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