34 Prozent klagen über gesundheitliche Probleme

Homeoffice– Der Arbeit in den eigenen vier Wänden ist durch die Corona-Pandemie eine völlig neue Bedeutung zugekommen. Was früher Freiberuflern und Selbstständigen vorbehalten war, ist im vergangenen Jahr Normalität für viele Arbeitnehmer geworden. Laut einer aktuellen Umfrage, die die deutsche Prüfgesellschaft „Dekra“ beim „forsa“-Institut in Auftrag gegeben hat, arbeiten 78 Prozent der Befragten weiterhin (auch) am Arbeitsplatz, 32 Prozent sind (auch) im Homeoffice tätig. Bei zehn Prozent der Befragten stellt sich die Frage, ob Homeoffice oder Arbeitsplatz, nicht: Sie sind von Haus aus im Handel, auf Baustellen oder im Außendienst tätig. Bei der Studie ging es auch um die Risiken, die mit dem mobilen Arbeiten einhergehen. Es zeigte sich, dass zum gesunden Arbeiten zu Hause auf Dauer der Küchentisch und ein Hocker nicht ausreichen.

Von den Vorteilen der Heimarbeit zu ihren Nachteilen 

So reizvoll der Gedanke anfangs sein mag, sich den täglichen Arbeitsweg zu sparen: Auf Dauer ist das permanente Provisorium daheim eine ungesunde Sache. Vor allem Mieter von kleinen Wohnungen oder Besitzer von älteren Immobilien haben einen großen Nachteil. Ihnen fehlt der Platz, sich einen für die Gesundheit günstigen Arbeitsplatz einzurichten und sitzen täglich acht oder mehr Stunden am Esstisch, auf dem Bett, zusammengekrümmt auf der Couch oder an einem anderen Möbel, das nicht geschaffen wurde, um lange Zeit daran zu arbeiten.

So überrascht es nicht, dass 34 Prozent der Befragten über mangelhafte oder fehlende Arbeitsmaterialien klagen. Das können schlechte Internetverbindung oder veraltete IT-Geräte sein. Auch schlecht auflösende Bildschirme und Sitzmöbel, in deren Zusammenhang das Wort „ergonomisch“ ein Hohn wäre, gehören dazu.

Grundlagen für ein zukunftsfähiges Homeoffice 

Nachdem die Arbeit in der Wohnung oder im Haus auch nach der Pandemie an Bedeutung gewinnen wird: Es lohnt sich, in einen echten Arbeitsplatz zu investieren. Wer in der glücklichen Situation ist, eine Wohnung oder ein Haus zu besitzen, kann ein ganzes Zimmer oder wenigstens eine ungenutzte Ecke nuten. Egal ob Mieter oder Hausbesitzer: Bei der Einrichtung sollten Heimarbeiter so gut es geht versuchen, keine Kompromisse einzugehen: Ein Arbeitsrechner mit hochauflösendem und höhenverstellbaren Display oder ein Notebook an einem einstellbaren externen Monitor mit scharfem Bild und guter Beleuchtung ist Pflicht. Bei der Wahl des Standorts sollte darauf geachtet werden, dass einerseits ausreichend (Tages-)Licht zur Verfügung steht, andererseits aber nichts spiegelt. Wer permanent Lichtreflexen auf dem Display ausweichen muss, kann nicht gerade sitzen – was die Basis für ergonomisches Arbeiten ist.

Der Arbeitsplatz als Standortfrage

Für einen festen Arbeitsplatz braucht es übrigens nicht unbedingt ein eigenes Arbeitszimmer oder Büro. Oft lassen sich ungenutzte Bereiche einzelner Zimmern oder vernachlässigte Ecken durch einem kleinen, aber feinen Arbeitsplatz optisch sogar aufwerten. Im Grunde braucht es lediglich Platz für einen kleinen bis mittelgroßen Tisch, einen geeigneten Stuhl davor und einen Telefon- beziehungsweise Internetanschluss in Reichweite. Solche Winkel lassen sich in Hausfluren von Altbauten genauso finden wie in Schlafzimmern, Durchgangszimmern oder auch im Wohnzimmer. Für Stilbewusste bietet der Fachhandel durchdachte Schreibmöbel mit ausklappbaren Tischen, die optisch nur wenig mit den wuchtigen Sekretären der Vergangenheit zu tun haben. Solche fürs Homeoffice konzipierten Schränke verfügen auch meist über eine intelligente Kabelführung. Nach Feierabend geht die Klappe zu – und der Stuhl davor zurück an seinen ursprünglichen Platz.

Für Mieter und Wohnungsbesitzer, ob groß oder klein, gilt gleichermaßen: Der Arbeitsstuhl ist das wichtigste Büromöbel und muss zum Tisch passen, bequem und standfest sein.     

Zum Thema Arbeitsstuhl finden Sie hier wichtige Informationen, die in Mietobjekten zu beachten sind: https://www.anders-wohnen.com/anders-wohnen-magazin/schaeden-durch-buerostuhl-co-wer-haftet-fuer-rillen-im-parkett/

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